Operationstechnische Assistenz

Sie suchen einen Beruf, …

  • der Sie immer wieder mit Herz, Hand und Verstand herausfordert,
  • der abwechslungsreich, spannend, lebendig und kommunikativ ist,
  • bei dem Teamarbeit und Miteinander nicht nur leere Worte sind,
  • bei dem Sie mit Menschen unterschiedlicher Alters- und Berufsgruppen zusammenarbeiten,
  • der viele unterschiedliche und vielseitige Arbeits-/Einsatzbereiche bietet,
  • der Ihnen viele Aufstiegschancen ermöglicht,
  • der zukunftssicher ist

…und der Sie auch noch glücklich machen kann?

Dann bewerben Sie sich bei uns, denn wir brauchen Sie – jetzt!


Die Ausbildung als Operationstechnische Assistenz (OTA) befähigt die Teilnehmer dazu, nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung, in den Einrichtungen des Gesundheitswesens, z.B. im Krankenhaus oder in Einrichtungen für ambulantes Operieren, zu arbeiten. Die Einsatzmöglichkeiten sind breit gefächert und erstrecken sich von der verantwortlichen Mitwirkung bis hin zu eigenverantwortlichen Tätigkeiten

  • im operativen und/oder anästhesiologischen Bereich,
  • in der Notaufnahme,
  • in der Endoskopie sowie
  • in anderen diagnostischen und therapeutischen Funktionsbereichen und auch
  • in der zentralen Sterilgut-Versorgungsabteilung (ZSVA).

Im Mittelpunkt Ihrer Aufgaben als zukünftige OTA stehen

  • die Mithilfe bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Maßnahmen der medizinischen Diagnostik und Therapie,
  • die umfassende Vorbereitung, Betreuung und Nachbereitung der Patient*innen in diesen Arbeitsbereichen,
  • das Richten und Prüfen aller benötigten Instrumente und Geräte,
  • das Anreichen der Instrumente und Geräte während der Operation,
  • die  Sicherstellung von Hygiene und Sterilität in OP-Gebiet und Umgebung,
  • das Übergeben der Patient*innen nach den operativen Eingriffen an den Aufwachraum oder die Stationen,
  • das fachgerechte Entsorgen bzw. Aufbereiten des Instrumentariums (desinfizieren und sterilisieren),
  • das Koordinieren der Abläufe in der Operationsabteilung,
  • das Dokumentieren der Tätigkeiten, der Implantate, des Patientenbefindens, der Abläufe usw.

Der Beruf ist dabei geprägt von der Arbeit in einem interdisziplinären Team (bestehend z.B. aus Chirurg*innen, Anästhesist*innen und Anästhesie-Pfleger*innen, Kardiotechniker*innen, Versorgungsassistent*innen, Mitarbeiter*innen des Reinigungsteams usw.) und von einem unterschiedlich intensiven Patientenkontakt.

Es wird deutlich, dass Sie viele Stärken mitbringen müssen aus den Bereichen:

  • Personalkompetenz für ein gutes Management der eigenen körperlichen und geistigen und zeitlichen Ressourcen,
  • Fachkompetenz in den naturwissenschaftlich-medizinischen und -technischen sowie den sozialwissenschaftlichen und pflegerischen Fachgebieten,
  • Methodenkompetenz für das Entwickeln lebenslanger Lernstrategien in einer beruflichen Umgebung mit sich schnell wandelnden Anforderungen,
  • Sozial- und kommunikative Kompetenz für die Interaktion im multiprofessionellen Team und für eine patientenorientierte Versorgung.

Diese und viele andere Kompetenzbereiche bahnt die OTA-Ausbildung an, deren Inhalte in den folgenden Kapiteln beschrieben werden.

Die wesentlichen Inhalte für die beiden Bereiche Theorie und Praxis werden im hier vorgestellt.

Theorie

Die theoretischen Inhalte sind in vier Lernbereichen wie folgt aufgeteilt:

  • Kernaufgaben der OTA (Hygiene, Geräte, Patienten, Springertätigkeit…)
  • Spezielle Aufgaben der OTA (Instrumentenkunde, Anästhesie, Diagnostik…)
  • Ausbildungs-/Berufssituation OTA (Lernen, Kommunikation, Teamarbeit…)
  • Rechtliche/institutionelle Rahmenbedingungen (Recht, Gesellschaft, Qualität, Wirtschaft…)

Praxis

Die praktische Ausbildung ermöglicht Ihnen Einblicke in viele OP-Fachabteilungen. Hier gibt es Pflicht- und Wahlpflichteinsätze zu absolvieren, z.B.:

  • Viszerale Chirurgie
  • Traumatologie oder Orthopädie
  • Gynäkologie oder Urologie
  • Gefäßchirurgie
  • Augenchirurgie
  • HNA
  • Thoraxchirurgie
  • Neurochirurgie

Zudem lernen Sie auch die Schnittstellen zu anderen Berufsgruppen in der Patientenversorgung kennen, z.B.:

  • Ambulanz/Notaufnahme
  • Zentrale Sterilisationsabteilung
  • Endoskopie
  • Anästhesie
  • Chirurgische Pflegestation

Die Ausbildung zu Operationstechnischen Assistent*innen dauert insgesamt drei Jahre. Sie gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Anteil. Die theoretische Ausbildung umfasst mindestens 1600 Stunden und die praktische Ausbildung mindestens 3000 Stunden. Die Theorie-Blöcke und Praxisphasen wechseln sich ab.

In den Theorieblöcken erhalten oder gestalten Sie theoretische und praktische Unterrichte in der Schule (in Klassen-/Seminarräumen oder im Skills- und Simulationszentrum), arbeiten in Selbstlernphasen in der Schule oder an einem Ort Ihrer Wahl, erhalten externe Schulungen und Seminare, planen, gestalten und erleben Ausflüge, eine Studienfahrt und gemeinsame Feierlichkeiten und andere Events.

In den Praxisphasen setzen Sie das theoretisch Erlernte in die Tat um, trainieren die Handgriffe und reflektieren ihre Arbeit, vor dem Hintergrund der theoretischen Erkenntnisse. Sie werden von Mentoren und Praxisanleiter begleitet und angeleitet und in den 3 Jahren mehrmals von den Lehrer*innen in den Abteilungen besucht. Die Einsatzorte innerhalb der kooperierenden Kliniken wechseln dabei regelmäßig, damit Sie möglichst umfassende Einblicke in die verschiedenen Fachrichtungen und Tätigkeitsbereiche einer OTA erhalten können.

Um den besagten Theorie-Praxis-Transfer zu fördern und Ihr Lernen zu unterstützen, nutzen wir für Sie und mit Ihnen, ausgewählte Lernaufgaben.

Die Ausbildung erfolgt abwechselnd in Theorie- und Praxisblöcken, die jeweils mehrere Wochen andauern. Sie startet mit einem Theorieblock. Die Wochenarbeitszeit beträgt 38,5 Stunden.

Die Theorieblöcke erfolgen von montags bis freitags. Der Unterricht findet am Standort der BAVO statt. Er beginnt um 8 Uhr und endet um 15:15 Uhr, außer freitags, da endet der Unterricht bereits um 13:30 Uhr.

Die Arbeitszeiten in der Praxis richten sich nach dem praktischen Einsatzort. Sie unterscheiden sich in der Regel nach Frühdiensten (ggf. Spätdiensten) und Ruf- und Bereitschaftsdiensten (erst im letzten Ausbildungsdrittel).

Die praktische Ausbildung erfolgt in unterschiedlichen OP-Bereichen in den Krankenhäusern der Evangelischen Stiftung Volmarstein und bei weiteren Kooperationspartnern.

Um die erforderlichen praktischen Einsatzzeiten in den unterschiedlichen Fachbereichen während der Ausbildung nachzuweisen, werden unsere Auszubildenden in folgende Kliniken der Ev. Stiftung Volmarstein und bei den genannten externen Kooperationspartnern eingesetzt:

  • Evangelisches Krankenhaus Hagen-Haspe
  • Orthopädische Klinik Dortmund
  • Orthopädische Klinik Volmarstein

Wie in allen Berufsausbildungen müssen auch zukünftige OTA Prüfungen ablegen. Damit Sie zeigen können, was in Ihnen steckt und was Sie drei Jahre lang erlernt haben, werden Sie einen praktischen, einen schriftlichen und einen mündlichen Prüfungsteil absolvieren, auf welche wir Sie intensiv und nachhaltig vorbereiten. Lernen müssen Sie dafür allerdings selbst.

Bei der BAVO startet die OTA-Ausbildung jährlich zum 1. August. Die Kursgröße umfasst dabei 20 bis max. 25 Auszubildende.

Um die Ausbildung beginnen zu können, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Nachweis eines Bildungs-/Schulabschluss
    • mindestens die gut abgeschlossene Fachoberschulreife (Realschulabschluss/mittlere Reife) oder
    • die Fachhochschulreife oder
    • die allgemeine Hochschulreife

Ein Hauptschulabschluss gilt nur in Zusammenhang mit…

  • einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung, die mindestens einen Umfang von zwei Jahren haben muss.
  • einem erfolgreich abgeschlossenen Staatsexamen in der Gesundheits- und Krankenpflegeassistentenausbildung sowie mindestens einem Jahr Berufserfahrung.
  • Nachweis über die gesundheitliche und persönliche Berufseignung
  • Nachweis über persönliche Berufseignung (Bewerber-Assessment)

Die Ausbildung zum/zur Operationstechnischen Assistenten*in wird vergütet, jedoch unterschiedlich, da sie nicht gesetzlich geregelt ist. Die Einrichtungen, welche die Ausbildungsplätze anbieten, entscheiden selber darüber, wie hoch die Vergütung ist.

Die BAVO ist ein Unternehmen der Ev. Stiftung Volmarstein. Auszubildende, die zukünftig einen Vertrag in einem Krankenhaus dieser Stiftung erhalten, werden nach dem BAT-KF (Bundes-Angestellten-Tarifvertrag in kirchlicher Fassung) und orientiert an der Ausbildung in Gesundheits- und Krankenpflege vergütet.

Momentan bedeutet das ein monatliches Bruttogehalt von:

  • 1. Ausbildungsjahr: 1140,69 Euro   
  • 2. Ausbildungsjahr: 1202,07 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 1303,38 Euro

(Stand 01.12.2018)

Falls wir Ihr Interesse an einem OTA-Ausbildungsplatz wecken konnten, lassen Sie uns bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen zukommen. Somit können wir bereits in einem ersten Schritt überprüfen, ob Sie die zuvor beschriebenen formalen Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung erfüllen.

Die vollständigen Bewerbungsunterlagen beinhalten Folgendes:

  • ein Anschreiben, dem wir Ihre Motivation zur Ausbildung entnehmen können,
  • ein aktueller und lückenloser Lebenslauf, der von Ihnen unterschrieben ist,
  • Ihr Schulabschlusszeugnis oder den Nachweis Ihres bereits erworbenen Berufsabschlusses oder das aktuellste Zeugnis einer laufenden Ausbildung,
  • ggf. Gleichwertigkeitsanerkennung bei ausländischen Abschlüssen
  • ein Lichtbild,
  • ggf. den Nachweis von Praktikum, Studium, beruflicher Tätigkeit usw.

Ihre Bewerbungsunterlagen können Sie uns auf dem Postweg, an die Adresse der BAVO schicken oder eingescannt per Mail an die folgende Adresse senden:

Adresse für postalische Bewerbungen:

Bildungsakademie Volmarstein für Gesundheits- und Sozialberufe GmbH
z.Hd. Andrea Schmoley
Brusebrinkstrasse 20
58135 Hagen

Im Anschluss erhalten Sie von uns kurzfristig eine Rückmeldung und evtl. eine Einladung zum Vorstellungsgespräch, welche bei uns 1x pro Monat stattfinden. Das persönliche Kennenlernen findet in Form eines Assessment-Centers statt, weshalb es zeitlich etwas umfangreicher ist. Es dient dazu, zu überprüfen, ob Sie neben den formalen Kriterien auch die persönliche Eignung für den Beruf mitbringen.

Nach dem persönlichen Kennenlernen, erhalten die Teilnehmer spätestens nach einer Woche eine abschließende Rückmeldung zu ihrer Bewerbung bzw. eine Zu- oder Absage für einen Ausbildungsplatz.

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